“Vom Bleiben“ in collaboration with Daniel Schulz, documents the moment in which the night at the techno club is over and the visitors have left the location. It is the moment in which the traces of the event become visible. The cleaning-lights illuminating the room evoke a sense of awakening in the visitors. When the clubs close at daytime, we enter their rooms and the battlefield that has been left behind. As soon as the last visitors have left and the cleaning-light has been turned on, we start to photographically record the present scene and atmosphere.
The moment before everything is put back in order exists only for a short time.
Due to the long exposure time technically required, we artificially extend this moment, the time of exposure matching real time.
We have set ourselves the task to document the often only temporary existence of techno clubs over a longer period of time.
"Dark Chamber" is considered a photographical approach to backrooms (german: dark rooms). The anonymous room has not been examined in regards to its function but instead presented independently. By use of illumination and a certain point of view as well as the absence of its users the backroom loses its function and meaning.
In the series "Fabric" artists are shown in their studios. The person is not used as the focus of the portrait but instead is an integral part of the picture that is presented to us. The combination of artist along with materials and tools has been intentionally set up in the room.
“Interieur” deals with the topic of anonymous places and spaces. The fully furnished and alienated rooms of furniture shops are shown to be artificial and staged forms of presentation. The presence of a particular person in those rooms emphasises the anonymity.
Über die Arbeiten
Die Arbeit "Vom Bleiben.", zusammen mit Daniel Schulz, dokumentiert den Moment, in welchem die Nacht im Techno Club zu Ende gegangen ist und die Besucher diesen Ort verlassen haben. Es ist der Moment an dem die Spuren dieses Ereignisses sichtbar werden. Der Augenblick an welchem das Licht den Raum erleuchtet, stellt für den Besucher ein Gefühl des Erwachens dar. Während am Tage die Clubs schliessen, betreten wir diese Räume sowie das hinterlassene Schlachtfeld. Sobald die letzten Besucher gegangen sind und bevor die Reinigungskräfte die Spuren beseitigen, beginnen wir im Putzlicht die vorhandene Situation und Atmosphäre fotografisch festzuhalten. Durch die technische Vorgabe einer langen Belichtungszeit, verlängern wir diesen Moment künstlich. Dieser Zeitpunkt, bevor alles wieder in seinen Ursprungszustand gebracht wird, existiert nur für eine sehr kurze Zeit.
Die Belichtungszeit des entstandenen Fotos entspricht der Echt-Zeit des Momentes. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die oft temporäre Existenz von Techno Clubs über einen längeren Zeitraum zu archivieren.
Die „Dunkle Kammer“ ist eine fotografische Annäherung an den Darkroom (engl. Backroom). Hier wird der anonyme Raum nicht auf seine Funktion hin untersucht, sondern wird unabhängig von dieser abgebildet. Der Darkroom verliert durch Ausleuchtung, Betrachtungsweise sowie die Abwesenheit seiner Klientel die eindeutige Zuschreibung von Funktion und Bedeutung.
Die Arbeit „Fabric“ inszeniert Künstler in ihrem Arbeitsraum. Bei diesen Portraits wird nicht die Person in den Mittelpunkt gestellt, vielmehr tritt diese in den Raum zurück und wird hierdurch erst zum Bild. Der Künstler, seine Materialien und Werke werden bewußt durch ihre Konstellation im Arbeitsraum inszeniert.
Auch in der Arbeit „Interieur“ steht die Auseinandersetzung mit anonymen Orten im Mittelpunkt. Hier werden die komplettierten, entfremdeten Räume in Möbelgeschäften als Inszenierungsmoment genutzt.
Eine Person, welche sich intensiv in entlegenen, anonymen Orten und Situationen zu spüren beginnt, wird in der Arbeit „Haut“ begleitet. Die Privatsphäre dieser Person wurde mit Hilfe der Fotografie neu ausgehandelt und inszeniert. Durch diese gemeinsame Arbeit erlebte auch der Fotograf eine neue Form des sich Spürens.